Kostenloses Live-Webinar · Donnerstag, 22. Oktober, 19:30 Uhr

Zeig mal auf dein Nervensystem

Du müsstest überall hinzeigen. Und selbst dann hättest du es nicht.

Ich werde das in letzter Zeit oft gefragt, meistens zögerlich, so als müsste man das eigentlich längst wissen. Was ist dieses Nervensystem denn nun, von dem alle reden. Ich finde die Frage gut, und ich finde sie berechtigt, denn in den meisten Beiträgen, die du dazu siehst, steht sofort, was du damit machen sollst, und fast nie, was es überhaupt ist.

Also der Versuch in drei Sätzen.

01

Es ist kein einzelnes Organ, es sind viele.

Dein Herz liegt an einer Stelle, deine Leber auch, und auf beide könntest du zeigen. Dein Nervensystem dagegen ist ein ganzes System aus mehreren Organen, die zusammenarbeiten: dein Gehirn, dein Rückenmark und die Nerven, die von dort bis in jeden Teil von dir laufen, in deine Haut, in deinen Darm, an dein Herz, bis in die kleinen Muskeln rund um deine Augen. Wenn du also auf deine Haut zeigst, zeigst du sogar schon halb darauf, denn sie ist voller Nervenenden.

Und trotzdem hättest du es damit nicht. Denn wenn du „mein Nervensystem“ sagst, meinst du dieses Gewebe gar nicht. Du meinst, was es tut.

02

Es nimmt auf, was gerade los ist, und antwortet darauf, ohne dich vorher zu fragen.

Dein Atem, dein Herzschlag, die Spannung in deinen Schultern, wie wach du gerade bist, ob du einen Raum als sicher einschätzt oder nicht, und was du als nächstes tun willst, das läuft alles darüber. Und du kennst es besser, als dir lieb ist: Du liest eine Nachricht, und noch bevor du den Satz fertig gelesen hast, ist dein Magen eng. Das hat niemand beschlossen. Das war schon da.

03

Und weil es ständig antwortet, kann es auch lernen.

Es hat gelernt. Es hat über Jahre gelernt, dass es ruhiger wird, wenn du nachgibst, dass es leichter wird, wenn du deinen Satz herunterschluckst, und dass niemand ungehalten wird, wenn du vorher schon weißt, was alle brauchen. Das war keine Schwäche, das war an irgendeinem Punkt richtig. Nur ist es geblieben, auch da, wo es längst nicht mehr nötig ist.

Und daraus folgt der Teil, der mir wichtig ist

Wenn dein Nervensystem auf Erfahrung antwortet und nicht auf Argumente, dann erklärt das etwas, das ich bei fast jeder Frau sehe, mit der ich arbeite. Du kannst etwas hundertmal einsehen, du kannst in Therapie verstanden haben, woher es kommt, du kannst es einer Freundin so klar erklären, dass sie nickt. Und dann steht das Gespräch an, dein Hals wird eng, und du sagst wieder genau den Satz, den du immer sagst.

Das ist keine Charakterfrage, und es ist auch nicht fehlende Disziplin. Dir hat nur nie jemand gezeigt, was du in dem Moment tun kannst, in dem es zählt. Nicht abends auf dem Sofa, wenn alles vorbei ist, sondern mittendrin, wenn dein Hals eng wird und du dich entscheiden musst.

Deshalb mache ich dazu einen Abend, und zwar diesen Donnerstag

Donnerstag, 22. Oktober
19:30 bis 21 Uhr
live über Zoom, kostenlos

90 Minuten, in denen wir nicht nur darüber reden. Wir gehen drei Schritte einmal gemeinsam durch, und du gehst mit drei Werkzeugen raus, die klein genug sind, dass du sie wirklich benutzt, und genau in dem Moment, in dem du sie brauchst.

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Du bekommst die Einladung und die Erinnerungen zu diesem Abend. Abmelden geht jederzeit mit einem Klick.

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Und wenn du magst, schreib mir einen Satz dazu: In welcher Situation geht es dir am häufigsten so, dass du vorher weißt, was du sagen willst, und hinterher etwas anderes gesagt hast. Ich lese das vor dem Webinar, und ich nehme es mit in den Abend.

Ich freue mich auf dich.
Love, Diana 🤍

Das ist Begleitung und kein Ersatz für Therapie oder ärztliche Behandlung.

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Do, 22. Oktober · 19:30 Uhr Ich bin dabei